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Der GemeinsamErleben Freundschafts-Report 2026

Umfrage zeigt: Freundschaft beginnt nicht mit Swipen, sondern mit gemeinsamen Erlebnissen
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Erstellt: 17.06.2026
Lesezeit: 6min
Wie finden Erwachsene heute neue Freunde, soziale Kontakte und echte zwischenmenschliche Verbindungen? Während die digitale Welt oft wie ein Katalog zum Durchblättern wirkt, zeigt eine neue Auswertung von GemeinsamErleben unter 1.960 Teilnehmer:innen im DACH-Raum zum Thema Freundschaften im Erwachsenenalter: Echte Sympathie und Freundschaft enstehen nicht durch einen schnellen „Wischer“ nach rechts, sondern durch das, was wir gemeinsam im echten Leben unternehmen.
Wir haben in unserer Community nachgefragt, was den Ausschlag gibt, damit aus einer flüchtigen Begegnung echte soziale Bindungen und langfristige Freundschaften entstehen. Die Ergebnisse sind ein Plädoyer für den Fokus auf gemeinsame Aktivitäten, mehr Mut zur Gruppe, ehrliche Profile und eine entspannte digitale Aufwärmphase. Sie belegen: Wer Erlebnisse teilt, findet leichter Freunde – und das mit einer beeindruckenden Erfolgsquote.

Gemeinsam statt einsam: Warum das Hobby der perfekte Türöffner ist

Das mulmige Gefühl beim ersten Treffen mit Unbekannten kennt fast jeder. Unsere Umfrage zeigt, dass ein gemeinsames Hobby, egal ob Wandern, Sport oder ein Spieleabend, der beste Weg ist, unkompliziert mit neuen Menschen ins Gespräch zu kommen und soziale Kontakte aufzubauen. Auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten die Teilnehmer:innen die Hilfe durch eine gemeinsame Aktivität mit 7,5 Punkten. Wenn man etwas zusammen unternimmt, steht die Sache im Mittelpunkt, nicht das „Prüfungsgespräch“ und es wird dadurch deutlich einfacher, neue Menschen kennenzulernen und ungezwungen soziale Verbindungen aufzubauen.
Besonders interessant ist der Wunsch nach dem passenden Rahmen für das Kennenlernen:
  • Die Kleingruppe als Favorit: 66,2% fühlen sich am wohlsten, wenn das erste Treffen in einer kleinen Gruppe von 3 bis 6 Personen stattfindet.
  • Der Wunsch nach Zweisamkeit: Fast jeder Fünfte (19,8%) bevorzugt hingegen das klassische 1:1-Treffen, um sich intensiver auszutauschen.
  • Großveranstaltungen: Lediglich 10,6% wählen das Setting einer großen Gruppe oder eines Events (über 10 Personen) als ihre liebste Situation für den Erstkontakt.
Drei Freundinnen mit Hund beim Picknick im Park

Die „Sympathie-Effizienz“: Wie hoch ist die Trefferquote wirklich?

Gemeinsame Treffen sind ja schön, aber wie viele potentielle Freundschaften finden sich dort wirklich? Die Befragten korrigieren das oft gezeichnete Bild einer mühsamen Suche nach sozialen Kontakten:
  • Hohe Erfolgsgarantie: Mehr als die Hälfte der Befragten (55,6%) berichtet von einer außerordentlich hohen Trefferquote. Davon geben 24,5% an, bei fast jedem Treffen (> 90%) jemanden kennenzulernen, den sie wiedersehen möchten. Weitere 31,1% finden bei vielen Treffen (50–90%) eine sympathische Verbindung.
  • Geringe Frustrationsrate: Lediglich 14,3% der Nutzer geben an, eher selten sympathische Kontakte zu knüpfen.
Zusammengefasst lässt sich festhalten: Für über 55% der Nutzer ist mindestens jede zweite Aktivität ein Erfolg.

Die „digitale Aufwärmphase“: Wie viel Chat-Kontakt bringt Sicherheit?

Bevor es zu einem persönlichen Treffen kommt, spielt die digitale Kommunikation für die Mehrheit eine entscheidende Rolle für das Wohlbefinden. Nur eine kleine Minderheit von 11,7% verzichtet komplett auf eine Vorab-Kommunikation.
  • Der kurze Check: Für 41,6% reicht ein kurzes „Hallo“ sowie die organisatorische Absprache aus.
  • Lockerer Austausch: Der größte Teil (43,5%) bevorzugt hingegen ein paar Tage lockeren Austausch, um vorab eine Vertrauensbasis und soziale Nähe aufzubauen.
Drei Freunde sitzen am Boden und unterhalten sich

Die „Hürde“ ab 40: Warum es in der Lebensmitte oft hakt

Unsere Daten bestätigen ein weit verbreitetes Gefühl: Die „etablierte Phase“ (ca. 40er & 50er Jahre) wird von 36,3% der Befragten als der schwierigste Lebensabschnitt, um neue Freundschaften, soziale Kontakte und langfristige soziale Beziehungen aufzubauen, wahrgenommen. Job und Familie schlucken oft die Zeit, die man früher für spontane Begegnungen hatte.
Gleichzeitig macht die Erhebung deutlich, dass soziale Isolation und Einsamkeit Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen betreffen können:
  • Generationenübergreifend: Genau ein Drittel der Teilnehmer:innen (33,3%) vertritt die Ansicht, dass es in jedem Alter gleich schwierig sei, echte Freunde zu finden.
  • Kontrast zu den Jüngeren: Im Gegensatz dazu empfinden weniger als 1% die Zeit der Ausbildung oder des Studiums (20er Jahre) als sozial hürdenreich.
Für beide Gruppen – diejenigen in der „Rushhour des Lebens“ und diejenigen, die Freundschaft generell als Herausforderung empfinden – hilft vor allem ein breites Angebot an Themen und Aktivitäten, damit man nicht mühsam suchen muss, sondern einfach ungezwungen teilnehmen kann.
Vier Freundinnen mittleren Alters und mit Yoga Matte unter den Armen gehen lachend eine Wiese entlang

Warum „Activity-First“ die Zukunft ist

Bei der Suche nach neuen Kontakten zeigt sich deutlich: Oberflächliche Auswahlverfahren wie das klassische Fotos-Swipen werden von den Mitgliedern von GemeinsamErleben abgelehnt. Stattdessen möchte die Mehrheit Menschen offline, über gemeinsame Aktivitäten und reale soziale Begegnungen kennenlernen:
  • Marginale Akzeptanz für Swiping: Lediglich 7,6% bevorzugen es, durch „Swiping“ (Fotos/kurzes Profil) neue Kontakte zu finden.
  • Der Weg zum ersten Kontakt: 47,1% bevorzugen die direkte Anmeldung zu Aktivitäten, während 43,1% das Studium detaillierter Profile (Interessen, Fotos, Texte) als primären Suchmodus wählen.
  • Themenvielfalt & Organisation: Als Hauptgrund, warum die Plattform anderen Kanälen vorgezogen wird, nennen 67,2% die Vielfalt an Gruppen und Themen. Zudem schätzen 45,7% die Einfachheit der Organisation der Aktivitäten.
  • Faktor Nachbarschaft: Für eine dauerhafte Freundschaft spielt die räumliche Nähe eine große Rolle. Die Teilnehmer:innen bewerten die Wichtigkeit, in der gleichen Stadt oder dem gleichen Ort zu leben, im Durchschnitt mit 7,26 von 10 Punkten.
 Fünf Freunde beim Mittagessen

Die Rahmenbedingungen: Hürden abbauen

Damit aus einer digitalen Plattform eine aktive Community mit echten sozialen Kontakten und Begegnungen wird, müssen die Barrieren so niedrig wie möglich sein. Die Untersuchung zeigt zwei entscheidende Faktoren:
  • Der Kostenfaktor: Dass der Zugang zur Community und das Erstellen eigener Aktivitäten kostenlos ist, bewerten die Teilnehmer:innen mit 8,5 von 10 Punkten als hochgradig wichtig.
  • Vertrauen und Authentizität: Ein wesentlicher Faktor ist die Qualität der Profile. 38% der Befragten geben an, dass sie die Plattform bevorzugen, weil die Profile authentischer wirken und ein höheres Maß an Sicherheit bieten.
  • Die Loyalität: Diese Kombination aus Transparenz und Kostenfreiheit spiegelt sich in einer außergewöhnlichen Loyalität wider: Der Net Promoter Score (NPS) liegt bei 66,9. Damit weist die Community eine Weiterempfehlungsrate auf, die weit über dem Branchendurchschnitt von 21 [1] liegt und die hohe emotionale Bindung der Mitglieder bestätigt.
Sechs Senioren gehen Arm in Arm und lachend eine Holzbrücke entlang

Die Erfolgsbilanz: Entstehen online wirklich echte Freundschaften?

Die Ergebnisse ziehen eine beeindruckende Bilanz über die soziale Wirksamkeit von Online-Plattformen. Fast 80% (79,4%) der befragten Teilnehmer:innen geben an, dass sie über digitale Plattformen bereits echte Freundschaften, neue soziale Kontakte oder langfristige Beziehungen aufgebaut haben.
Die Verteilung der neu gewonnenen Freundschaften im Detail:
  • Über 10 Freundschaften: 5,9%
  • 6–10 Freundschaften: 9,4%
  • 3–5 Freundschaften: 28,7%
  • 1–2 Freundschaften: 35,4%
  • Keine Freunde bisher: 20,6%
Qualitative Merkmale: Doch ab wann wird eine Bekanntschaft zum Freund? Für 54,5% ist dies reine Gefühlssache. 54,1% sehen den entscheidenden Punkt darin, wenn man sich auch ohne geplante Aktivität trifft, während 41,3% das Vertrauen schätzen, auch über private Probleme zu sprechen.
Am Ende bleibt Freundschaft etwas Menschliches: Wenn ein zweites Treffen ausbleibt, liegt es meistens daran, dass die Wellenlänge nicht ganz gepasst hat (60,1%). Aber die hohe Weiterempfehlungsrate zeigt: Der Weg über das gemeinsame Erleben ist für die meisten der ehrlichste und schönste Weg zu neuen Freunden.

Methodik und Hintergrund der Erhebung

Dieser Report basiert auf einer quantitativen Online-Befragung (CAWI), die im Zeitraum vom 11. bis 30. März 2026 durchgeführt wurde. Befragt wurden 1.960 registrierte Mitglieder des GemeinsamErleben-Netzwerks (Freizeit- und Freundschafts-Plattformen) in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH-Region).
Inhaltlich untersuchte die Befragung unter anderem, wie Erwachsene heute neue Freundschaften knüpfen, welche Rolle gemeinsame Aktivitäten und digitale Plattformen dabei spielen und welche Faktoren Vertrauen, Sympathie und langfristige soziale Bindungen fördern.
Um eine hohe Datenqualität und belastbare Erfahrungswerte sicherzustellen, wurde die Erhebung gezielt an Mitglieder ausgespielt, die bereits mindestens drei Monate auf der Plattform registriert sind. „Die Stichprobe umfasst eine breite Altersstruktur von 18 bis über 70 Jahren und bildet unterschiedliche Lebensrealitäten aktiver Nutzer:innen ab. Die Teilnahme erfolgte freiwillig und anonym unter Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorgaben (DSGVO).

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